Hier findest du Copilot-Prompt-Beispiele, die du heute noch kopieren, ausfüllen und nutzen kannst. Sie decken vier alltägliche Aufgaben ab: ein Kundenangebot schreiben, eine Follow-up-E-Mail verschicken, einen langen Thread zusammenfassen und ein Meeting vorbereiten. Nach jedem Prompt steht eine kurze Anmerkung, warum er funktioniert. So kannst du die Details anpassen und das Ergebnis bleibt brauchbar.
Die Wörter in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben. Je mehr eigenes Material du ergänzt, desto näher kommt der erste Entwurf an etwas, das du direkt versenden kannst.
Copilot-Prompts für Kundenangebote
Bei einem Angebot kostet dich allgemeiner Text am meisten. Der Kunde will sehen, dass du seine Situation verstanden hast. Deshalb gehen alle diese Prompts von deinen Notizen oder von seiner Anfrage aus.
Schreibe einen ersten Entwurf für ein Angebot an [Kundenname]. Der Kunde möchte [Ziel]. Unser Vorgehen besteht aus diesen Phasen: [Phasen]. Halte den Text unter zwei Seiten, in einem schlichten, selbstsicheren Ton, und beende ihn mit einer kurzen Liste der nächsten Schritte. Verwende ausschließlich die folgenden Notizen. Notizen: [füge deine Notizen ein]
Dieser Prompt legt Ziel, Struktur, Länge und Ton fest, bevor Copilot ein Wort schreibt. Die letzte Anweisung bindet den Entwurf an deine Notizen. Ohne sie füllt Copilot die Lücken mit Text, der auf jeden beliebigen Kunden passen würde.
Lies dieses Angebot und schreibe eine Zusammenfassung mit höchstens 150 Wörtern für eine Entscheiderin oder einen Entscheider, die oder der nur diesen Absatz liest. Nenne das Problem, unsere Lösung und die Investition. Füge nichts hinzu, was nicht im Dokument steht.
Wenn du die Leserschaft nennst, ändert sich, was Copilot an den Anfang stellt. Wer wenig Zeit hat und entscheidet, braucht das Problem und die Kosten; eine Projektleiterin oder ein Projektleiter braucht vielleicht die Planung. Das Wortlimit zwingt zur Auswahl.
Vergleiche dieses Angebot mit der Anfrage des Kunden unten. Liste jede Anforderung aus der Anfrage auf und sage, ob das Angebot sie erfüllt, teilweise erfüllt oder verfehlt. Anfrage: [füge die Anfrage ein]
Hier bittest du um eine Checkliste, und eine Checkliste lässt sich Zeile für Zeile prüfen. Nutze sie, bevor du das Angebot abschickst, solange noch Zeit ist, eine Lücke zu schließen.
Copilot-Prompts für Follow-up-E-Mails
Follow-up-E-Mails sind kurz, also besteht das Risiko, dass sie nichts aussagen. Gib Copilot die Fakten, die die E-Mail tragen muss, und die Formulierung übernimmt Copilot.
Schreibe eine Follow-up-E-Mail an [Name] nach dem heutigen Meeting zum Thema [Thema]. Bedanke dich in einem Satz, bestätige die Entscheidungen, die wir getroffen haben: [Entscheidungen], und liste auf, wer was bis wann erledigt: [Aufgaben]. Halte sie unter 120 Wörtern, freundlich und professionell.
Die Entscheidungen und Aufgaben kommen von dir, deshalb kann die E-Mail nicht in vagen Dank abrutschen. Das Wortlimit hält sie auf dem Smartphone gut lesbar.
Schreibe eine kurze, höfliche Erinnerung an [Name]. Ich habe [Dokument] am [Datum] geschickt und brauche das Feedback bis [Frist], weil [Grund]. Klinge nicht aufdringlich und entschuldige dich nicht dafür, dass du nachfragst.
Eine Erinnerung funktioniert, wenn die Leserin oder der Leser erkennt, warum die Frist wichtig ist. Copilot zu sagen, was es vermeiden soll, ist genauso nützlich wie zu sagen, was es tun soll; so verhinderst du den übertrieben entschuldigenden Einstieg, mit dem viele Erinnerungen beginnen.
Verfasse ein Follow-up an [Kunde] eine Woche nach dem Versand unseres Angebots für [Projekt]. Biete ein 20-minütiges Gespräch an, um Fragen zu beantworten, und schlage zwei Termine vor: [Termin 1] und [Termin 2].
Zwei konkrete Termine geben dem Kunden etwas, dem er zustimmen kann. Lässt du sie weg, bekommst du eine E-Mail, die den Kunden bittet, die Planung zu übernehmen.
Copilot-Prompts zum Zusammenfassen langer Threads
Ein langer E-Mail- oder Chat-Thread versteckt seine Entscheidungen zwischen den Antworten. Diese Prompts bitten Copilot, sie in einer festen Form herauszuziehen.
Fasse diesen Thread in fünf Stichpunkten zusammen. Liste danach die offenen Fragen auf und wer sie jeweils beantworten soll.
Der zweite Teil ist der wichtigste. Eine Zusammenfassung sagt dir, was passiert ist; die Liste der offenen Fragen sagt dir, was noch passieren muss und wer dafür zuständig ist.
Ich war an diesem Gespräch nicht beteiligt. Erkläre in einfachen Worten, was entschieden wurde, worüber noch diskutiert wird und was von mir erwartet wird.
Wenn du mit deiner eigenen Position beginnst, weiß Copilot, was dir fehlt. Du bekommst den Hintergrund, den du zum Einstieg brauchst, und der letzte Teil weist direkt auf deine nächste Aufgabe hin.
Fasse diesen Thread für meine Führungskraft in drei Sätzen zusammen. Konzentriere dich auf Risiken und Fristen.
Gleicher Thread, andere Leserschaft, andere Zusammenfassung. Bevor du eine Zusammenfassung weiterleitest, überlege dir, wer sie liest und was diese Person damit tun wird.
Lies die ursprünglichen Nachrichten, bevor du dich bei einer wichtigen Entscheidung auf eine Zusammenfassung verlässt. Copilot kann ein Detail oder einen Meinungswechsel mitten im Thread übersehen.
Copilot-Prompts zur Meeting-Vorbereitung
Bei der Vorbereitung spart Copilot dir Zeit, die du sonst mit dem Durchsuchen von Dateien und alten E-Mails verbringen würdest.
Erstelle eine 45-minütige Agenda für ein Meeting mit [Teilnehmende] zum Thema [Thema]. Am Ende müssen wir [Entscheidung] treffen. Setze den Punkt, der eine Entscheidung braucht, an den Anfang und gib jedem Punkt ein Zeitfenster.
Die Entscheidung, die du brauchst, bestimmt die Reihenfolge der Agenda. Steht sie am Anfang, wird sie besprochen, solange alle noch frisch sind.
Liste auf Grundlage von [Dokumenten oder E-Mails zum Projekt] die Punkte auf, die im morgigen Meeting mit [Kunde] am wahrscheinlichsten zur Sprache kommen, und schlage für jeden eine Antwort in einem Satz vor.
Dieser Prompt funktioniert wie eine Probe. Wenn du Copilot auf bestimmtes Material verweist, bleibt die Liste bei deinem Projekt; die Antworten in einem Satz zeigen dir, wo du noch nicht bereit bist.
Schlage Fragen vor, die ich [Person] in unserem Meeting stellen kann, um herauszufinden, [was du erfahren möchtest]. Vermeide Fragen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen.
Offene Fragen liefern dir Informationen. Die Einschränkung am Ende ist klein, verändert aber die Qualität der Liste.
Warum funktionieren diese Copilot-Prompts?
Jedes der Beispiele oben gibt Copilot vier Dinge: ein Ziel, Kontext, das zu verwendende Quellmaterial und klare Erwartungen an das Ergebnis. Das Ziel sagt, was du willst. Der Kontext sagt, für wen es ist und warum. Die Quelle sagt Copilot, mit welchen Notizen, Dokumenten oder Nachrichten es arbeiten soll. Die Erwartungen legen Format, Länge und Ton fest.
Lässt du eines davon weg, wird das Ergebnis allgemeiner. Ein Prompt mit einem Ziel und sonst nichts liefert Text, der gut klingt und zu niemandem im Besonderen passt. Ein Prompt mit allen vier Bausteinen liefert meist einen ersten Entwurf, den du nur noch überarbeiten musst.
Die Beispiele begrenzen außerdem, was Copilot hinzufügen darf. Formulierungen wie "Verwende ausschließlich die folgenden Notizen" oder "Füge nichts hinzu, was nicht im Dokument steht" halten das Ergebnis an deinem eigenen Material fest, und das macht es leichter zu prüfen.
So passt du ein Beispiel an deine eigene Arbeit an
Ersetze zuerst jede Klammer durch echte Angaben. Ein Prompt, in dem noch [Ziel] steht, liefert dir einen Entwurf mit einer Lücke.
Behandle dann die erste Antwort als Entwurf. Stelle im selben Gespräch Folgefragen: "Mach es kürzer", "Nutze einen förmlicheren Ton" oder "Verschiebe den Preis ans Ende". Copilot behält den bisherigen Kontext, du musst also nicht den ganzen Prompt wiederholen.
Speichere schließlich die Prompts, die du jede Woche nutzt. Eine Follow-Up-E-Mail nach einem Kundenmeeting oder eine Thread-Zusammenfassung für deine Führungskraft kommt häufig vor, und ein gespeicherter Prompt mit deiner bevorzugten Länge und deinem bevorzugten Ton macht daraus eine Aufgabe von zwei Minuten.